Streifzug durch die Tierwelt

Kommen wir zur schönen, weitgehend unversehrten Seite von Kangaroo Island. Die Landschaft auf der östlichen Seite ist zwar etwas unspektakulären, dennoch reizvoll. Wir können zudem während einiger Touren zum Nord- und Südstrand zahlreiche Tierbeobachtungen erleben. Die Kakadus treten hier meist in großen Schwärmen von mehr als 100 Vögeln auf. Da sind die Pelikane eher in kleinen Gruppen vertreten. Wenn sie über einem kreisen, oder einen Anflug auf die kleinen Landeflächen der Straßenlampen versuchen, ist das schon ein beeindruckendes Bild.

Pech im Anflug – alles besetzt…

Abends sind wir unterwegs, um Känguruhs oder ihre kleineren Verwandten, die Wallabies aufzuspüren. Wir finden sie vereinzelt auf freien parkähnlichen Flächen. Sie beobachten uns mit Argwohn und Scheu. Ganz nah heranzukommen ist schwierig.

Noch schwieriger ist es, Koalas in freier Wildbahn zu sehen. Wir erwischen uns oft, wie wir ihre Lieblingsplätze, die Eucalyptusbäume absuchen. Doch wenig erfolgreich. Besser vor die Augen bzw. Kamera bekommt man die possierlichen Tiere in den Freilichtparks. Man sagt uns, dass durch die Feuer die Population auf etwa die Hälfte zurückgeworfen wurde. Dennoch geht man davon aus, dass immerhin noch 10.000 Tiere auf Känguruh Island leben.

Eine besondere Attraktion stellt eine Begegnung mit den Seelöwen dar ….

Dazu fahren wir an die Südküste nach Sealbay, wo lokale Ranger eine Conservation Area eingerichtet haben. Man muss Eintritt zahlen, genießt dafür aber einen Steg, der über die Dünen zum Strand führt und einen guten Blick auf die Tiere ermöglicht. Noch eindrucksvoller ist die Wanderung mit einem Guide, kann man dabei doch den Strand direkt betreten und sich bis auf wenige Meter den imposanten Tieren nähern. Sie liegen gern vereinzelt und recht faul in der Sonne. Die Männchen kriegen schon mal Zoff miteinander, wobei in unserer Anwesenheit einer immer recht schnell nachgab und sich aus dem Staub macht. Die Weibchen und ihre Jungen klettern schon mal gern die Dünen hoch, um mehr Schutz und Ruhe zu finden.

klare Kommandos …

Überschattet wird unser Besuch der Seelöwen von einem tragischen Verkehrsunfall, der sich zur gleichen Zeit nur wenig entfernt ereignet. Ein PKW-Fahrer übersieht vermutlich den Abzweig, dreht um und wird voll von einem Tourbus erfasst. Wie wir später erfahren, hat er vermutlich den Bus beim Wendemanöver übersehen oder ist auf die falsche Strassenseite gefahren. Beim Fahrer, der auf der Stelle stirbt, handelt des sich um einen Europäer. Seine Frau und zwei Kinder im Auto werden schwer verletzt. Leider kommt es immer wieder zu solch schweren Unfällen aufgrund des Linksverkehrs, Gerade in Momenten, in denen man abgelenkt ist oder Stress hat, passieren solche Fehlverhalten. Deshalb stehen an vielen Einfahrten von den Attraktionen oder Aussichtspunkten Schilder auf beiden Straßenseiten, die auf den Linksverkehr aufmerksam machen. Wir haben anfangs darüber geschmunzelt. Vielleicht retten sie aber manchmal Leib und Leben.

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