Robe – eine Perle Südaustraliens

Nach der abenteuerlichen Bootsfahrt zu den Lobsterfanggebieten steht nun eine Wanderung an der Küste der Bucht auf dem Programm: schön angelegte Pfade mit prima Ausblicken. Insgesamt muss man den Stadtplanern Robes ein Lob aussprechen. Das Customs House birgt ein interessantes Museum über diesen geschichtsträchtigen Ort. So spielen auch die Deutschen eine Rolle, als im ersten Weltkrieg das zum Kreuzer umfunktionierte Frachtschiff Piguin zahlreiche Seeminen aussetze und einige davon in Robe und Umgebung an den Strand gespült wurden. Eine explodierte bei der Entschärfung und zwei Einwohner Robes fanden den Tod.
Nach dem Museum steht jetzt aber die obligatorische Ortsrundfahrt auf dem Programm. Vom Aussichtspunkt Beacon Hill reicht der Blick weit über die Bucht. An ihrem langgezogenen Strand sehen wir zahlreiche geparkte Auto. Mit dem Auto auf den Strand? Da müssen wir hin!

Riffe an der Küste bei Robe
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Auf Lobsterfang in Robe

Wir folgen der Great Ocean Road weiter nach Westen, genießen weiter die eindrucksvolle Küste und erreichen schließlich in Warrnambool das Ende der Panoramastrasse. Wir drehen eine Runde durch die Stadt. Sie ist genauso gepflegt, einladend und pittoresk wie Mount Gambier, der nächste Ort auf unserer Route, der allerdings nicht mehr in Victoria, sondern in Südaustralien liegt. Ob wohl es bereits unser vierter Trip nach Australien ist, sind wir doch das erste Mal in diesem Bundesstaat.

In Beachport sind wir wieder ganz nah am Ozean und sind beeindruckt von der tiefblauen Farben des Wassers und den weiss-gelben Stränden. Schließlich erreichen wir nach 375 km unser Etappenziel in Robe. Wir scheinen wieder einen Volltreffer mit der Auswahl der Bed & Breakfast Unterkunft erzielt zu haben: Da sind der freundliche Empfang von Carolyn und Andrew, die prompte Einladung zu frischem Kaffee und selbstgebackenen Keksen, die Lage des Hauses, der Blick auf die Bucht, auch von unserem Zimmer.

Aber das ist erst der Anfang eines herrlichen Aufenthaltes in einem reizenden Ort mit tollen Gastgebern……

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Entlang der Great Ocean Road

Nach 4 Tagen Melbourne verlassen wir die Metropole in Richtung Südwesten, passieren Geelong und erreichen nach 120 km in dem kleinen Ort Anglesea das Meer und die Great Ocean Road.
Leider ist die von Larry empfohlene Känguruh Tour auf dem Golfplatz ausverkauft, so tanken wir voll und machen uns auf den Weg – besser auf die Strasse – mit dem Ziel 12 Apostel. Das sind die berühmten Sandsteinfelsen, von denen allerdings nur noch sieben den Meereswellen trotzen. Zuletzt 2009 ist plötzlich einer der Felsen in sich zusammengestürzt.
Die Entfernung dorthin beträgt 175 km und auf der kurvenreichen Panoramastrecke kommt man nicht schnell voran. Das wollen wir ja auch nicht, sondern Fahrt und Aussichten genießen. Die Straße wurde z.Zt. der großen Rezession von und zu Ehren der australischen Soldaten des 1.Weltkrieges gebaut. Wir erreichen als ersten größeren Ort Lorne. Der Wochenend- und Feiertagsverkehr (Australia Day) quält sich durch den touristischen Ferienort. Wir machen eine Kaffeepause, gehen an den Stand und schauen dem bunten Treiben zu. Dann geht es weiter nach Apollo Bay, der Verkehr wird weniger, aber der Ort überzeugt uns nicht. Am frühen Nachmittag erreichen wir den Port Campbell Nationalpark. Seine Highlights sind die wesentlich bekannteren 12 Apostel. Es hat sich ein wenig zugezogen, die Parkplätze sind völlig überfüllt. Da ist es besser, erst einmal zur Unterkunft in den Ort Port Campbell weiterzufahren und Quartier zu beziehen. Der kleine Ort lebt einzig vom Tourismus, schön geht anders.

Freuen wir uns also auf die Sehenswürdigkeiten, die uns die Natur bietet ….

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4x hoch hinaus in Melbourne

Wir erreichen Melbourne. Die zweitgrößte Stadt Australiens mit fast 5 Millionen Einwohnern erstreckt sich schier endlos mit ihren Vororten. Das Navi findet unsere Adresse St. Kilda St. 3 nicht, aber Hermas Navigationskünste führen uns dann doch zum Ziel. Es ist ein 25- stöckiges Gebäude mit zusätzlich 4 Ebenen Tiefgarage. Im Briefkasten finden wir die Box mit dem Code, darin die Schlüssel und in der 19. Etage auch unser Apartment für die kommenden 4 Tage. Es ist etwas spartanisch eingerichtet, hat aber alles was man braucht und bietet vom kleinen Balkon aus einen herrlichen Blick. Somit sind wir das erste Mal hoch hinaus in Melbourne.

Hier fahren tausende von Strassenbahnen, alte, neue, kreuz und quer, quietschend und läutend. Wir finden dennoch den Weg ins Zentrum mit den sehenswerten öffentlichen Gebäuden, den unzähligen Cafés und Take-aways, den Shops. Weiter geht es per Tram zum Riesenrad Melbourne StarFlyer in die Docklands, die in den letzten Jahren aufwändig aufgepäppelt worden sind, sich bezüglich der Akzeptanz aber schwer tun. Beim Riesenrad genießen wir exquisit zu zweit eine riesige Gondel. Die Runde dauert 35 Minuten und wir erreichen eine Höhe von knapp 120m. Eine Tour, die sich lohnt. Es geht somit das zweites Mal hoch hinaus.

In der Stadt ist viel los, Asiaten sind anlässlich ihres Neujahrsfestes unterwegs, die Australier haben zum Ende der Sommerferien noch ein langes Wochenende mit dem Feiertag Australia-Day am Montag.

Melbourne

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Das Paradies am Paradies

Wir verabschieden uns von den Piguinen auf Phillip Island und die Fahrt geht weiter nach Foster, dem kleinen Ort nördlich des Wilson Promotory Nationalparks. Da das Wetter schlechter werden soll, entscheiden wir uns, die Unterkunft erst später aufzusuchen und fahren die ca. 50km in den Park hinein bis die Straße bei Tidal River endet. Wir genießen einen Strandspaziergang am breiten Norman Beach, fahren ein paar Aussichtspunkte an, während langsam mehr und mehr Wolken vom Land her aufziehen.

Zurück in Förster gibt es noch eine kurze Kaffeepause, bevor wir uns auf den Weg in die Unterkunft für die nächsten drei Tage machen. Llarrinda Bed&Breakfast heißt sie, liegt ca. 10km abseits des Ortes und versteckt sich auf einer langgezogenen Hügelkette in den jetzt tief liegenden Wolken. Kaum erreichen wir auf dem parkähnlichen Grundstück das Wohnhaus, werden wir von unserer Gastgeberin Linda auf das Herzlichste begrüßt. Der Auftakt eines einzigartigen Aufenthaltes ….

Norman Beach im Wilson Prom N.P.
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Was ist mit den Feuern?

Seit dem 28.Dezember sind wir jetzt in Australien. Von den Feuern haben wir – abgesehen von Presse, TV und Heimatfunk (zum Glück) – nichts mitgekriegt. Sydney zeigte sich bei unserer Ankunft mit stahlblauem Himmel und strahlendem Sonnenschein. Auch konnten wir keinen Rauch in der Luft feststellen. Die dramatischen Nachrichten aus den Orten, die nach der Kreuzfahrt auf unserer Strecke nach Melbourne lagen, haben uns aber zur Routenänderung veranlasst. Die Gegend um Canberra war einzigartig ausgedörrt und knochentrocken. Da reicht ein Funke, um einen Flächenbrand des Buschwerks zu entfachen. Ein sehr geringer Teil der Bevölkerung trug einfache Atemmasken. Von den Straßen aus, auf denen wir fahren, können wir keinerlei Rauch entdecken. Die ausgefeilten Apps, mit denen wir aufmerksam die Geschehnisse verfolgen, bestätigten uns auch, dass wir immer einen gehörigen Abstand zu den Feuern haben. Je weiter wir uns Melbourne und Südvictoria nähern umso grüner und weniger trocken wird die Landschaft. Seit ein paar Tagen hat es jetzt auch immer wieder geregnet und es ist deutlich kühler geworden.
Das hat die ermüdeten Feuerwehren unterstützt und sicherlich neu motiviert. Nur noch auf Känguruh-Island, welches wir in ca. 10 Tagen erreichen, lodern noch (teils eingedämmte) Feuer. Diese liegen auch im Westen der Insel, ein Areal welches wir – falls nötig – meiden können. Nun sind die Touristen auch wiederaufgefordert, zu kommen und nicht zu stornieren, um den wirtschaftlichen Schaden einzudämmen.

Was Schuld und Ursache der Feuer angeht, sind sich die Australier scheinbar uneins. Feuer hat es schon immer gegeben. Mal mehr, mal weniger heftig. Das ist nun mall so. Wenige sehen den globalen Klimawechsel als ursächlichen Treiber für die diesjährige Heftigkeit an. Viele sind eher der Ansicht, dass in den letzten Jahren die jetzt brennenden Wälder zu wenig vom stetig wachsenden Gras (z. B. mit Hilfe von Tierhaltung) und zu wenig vom Altholz durch Rodung, Säuberung und gezieltes Abbrennen befreit worden sind und jetzt den Feuern zusätzliche Nahrung bieten. Oft werden dabei die Grünen angeprangert, weil sie mit ihrer Politik für den jetzigen Zustand der Wälder die Verantwortung tragen, nur um Tierarten, die bei kontrolliertem Abbrennen und bei regelmäßiger Rodung bedroht wären, vorrangig zu schützen. In den letzten Jahren sind so viele kontrollierbare Feuer vorzeitig und zu früh eingedämmt worden. Jetzt ist das Gras jetzt besonders hoch und es liegen viele vertrocknete, alte Bäume und Büsche in der Landschaft. Ähnlich wie in 2009 können sich zudem dieses Jahr aufgrund der besonders starke Winde und der extremen Trockenheit die Feuer besonders stark und schnell ausdehnen, finden viel mehr Nahrung und schließen sich teilweise zu regelrechten Feuerwalzen zusammen.
Ob nun die einen oder anderen Recht haben, können wir nicht sagen. Es bleibt zu hoffen, dass man aus dem diesjährigen Disaster und den begangenen Fehlern für die Zukunft lernt.

Wir sind zum Glück bisher nur mit einem Feuer direkt in Berührung gekommen: Das ist das Kaminfeuer bei Larry und Linda. Hier im südwestlichen Gippsland ist es nämlich abends und nachts derzeit sehr „frisch“ und das hat unsere Gastgeber, über die im kommenden Blogbeitrag noch ausführlich zu berichten ist, bewogen zur abendlichen Plauderstunde bei einem Gläschen Wein den Kamin anzumachen.

Kontraste auf Phillip Island

Phillip Island, die von San Remo (😉) über eine Brücke zu erreichende Insel, liegt ca. 100km von Melbourne entfernt und bietet ein kontrastreiches Programm, so dass man sie nicht richtig in irgendeine Kategorie von Urlaubsort einordnen kann. Da sind die Urlauber, die mit Sack und Pack auf die Campingplätze nahe der Badestrände ziehen, da sind die Naturliebhaber, die durch unberührte Teile der Insel wandern, da sind die Touristen aus aller Welt, die zu Hunderten zur berühmten allabendlichen Pinguinparade gekarrt werden und da sind an diesem Wochenende die Liebhaber alter Autos, die ihre herausgeputzten Karossen durch die Straßen lenken und zur Schau stellen.

Phillip Island, Victoria
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Durch das Hinterland

Wir sind unterwegs von Sydney nach Melbourne. Nicht wie geplant auf dem Princess Highway an der Küste lang, sondern im Hinterland, wie die Australier sagen. Auf dem Hume-Highway geht es über Goulburn, wo wir auf Empfehlung des Taxi-Fahrers in Sydney eine ausgezeichnete mittägliche Pause im Restaurant Paragon einlegen, weiter nach Canberra, die Hauptstadt Australiens. Sie liegt inmitten ihres eigenen kleinen Bundesstaates ACT (Australia Capital Territory).

Csnberra ist eine Kleinstadt gegenüber den Metropolen, wurde in den 20er Jahren auf dem Reißbrett geplant, ungefähr auf der Mitte zwischen Sydney und Melbourne (weil die eine nicht wollte, dass die andere Hauptstadt ist). Canberra ist anders, irgendwas zwischen modern, großzügig und künstlich. Nichts ist natürlich gewachsen, alles ist planerisch angelegt. Es gibt einen riesigen angestauten See, Straßen welche zwei überdimensionale Sechsecke darstellen, Ausfallstrassen ohne die üblichen Betriebe, Händler oder Tankstellen (wie wir feststellen müssen) und Einkaufszonen, die man nicht finden würde, wenn sie nicht ausgeschildert wären. Alles ist irre großzügig angelegt, denn wenn man eins beim Bau in Jahren ab 1930 hatte, dann war es Platz….vom Mount Ainsle aus können wir uns davon überzeugen…

Nach zwei Interessanten Tagen in Canberra geht es weiter in Richtung Melbourne….

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Zurück zum Reisealltag

Wenn man drei Monate unterwegs ist, steht nicht nur das Thema Wäsche auf dem Programm, nein – man muss auch irgendwann einen Friseur aufsuchen. HH hatte ja bereits das Vergnügen beim Libanesen in Potts Point und Herma hat – wie so gerne – das Thema vor sich her geschoben. Zunächst für Sydney geplant, aber keine Lust, dann gedacht, man kann die Zeit auf dem Schiff dafür nutzen. Auf der Celebrity gibt es schließlich einen großen Frisiersalon. Aber genau so groß wie der Salon war, sind auch dessen Preise, die zum Glück vorher erfragt worden sind. Damit hatte sich das Thema zunächst wieder erledigt. In Canberra dann ein neuer Anlauf. In einem Einkaufszentrum findet sie einen Salon, der ihr zusagt und kurzerhand ist ein Termin vereinbart. So steht sie dann am nächsten Morgen pünktlich um 11 parat, etwas nervös, ob das denn alles gut geht. Aber im Gegenteil. Sie unterhält sich sehr informativ mit der Friseuse, die übrigens aus Nepal stammt und erst vor kurzer Zeit nach Canberra umgezogen ist. Und die macht ihren Job ausgezeichnet! Aber das kann jetzt jeder selbst beurteilen. HH hat das nämlich mal bildlich festgehalten:

frische Frisur in Canberra

Celebrity Solstice – Resümee der Cruise

10 Tage sind wir an Bord an Celebrity Solstice gewesen, Zeit für ein subjektives Resümee. Die Solstice hat in etwa die Größe der AIDA Prima, 2850 Passagiere + in den Kabinen zusätzlich untergebrachten Kindern. Seit unserer Dubai Cruise wollen wir diese (zu) großen Kreuzfahrtschiffe eigentlich meiden, was in diesem Fall der Terminkalender aber nicht zuließ und das Angebot in Australien auch überschaubar ist. Unsere anderen zwei Kriterien – mindestens 10 Tage und warmes Wetter – werden zudem erfüllt. Das ist auch was!

Das sind unsere Eindrücke….

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