Namibia 2016

Im Herbst 2016 führte uns unsere zweite Afrikareise nach Namibia. Wir starteten am 26. September mit Condor in Frankfurt und flogen direkt nach Windhoek. Nach der „Quälerei“ in der Economy Class beim früheren Flug nach Kapstadt gönnten wir uns diesmal die Premium Economy Class und erwarben kurzfristig noch ein weiteres Upgrade in die Business Class. Eine gute Entscheidung. Die Lounge vorm Abflug, der erstklassige Service und die zum Bett umklappbaren Sitze sind einfach klasse und man kommt – kulinarisch verwöhnt – entspannt und ausgeschlafen am Ziel an.

Windhoek

Wir landeten frühmorgens auf dem sehr übersichtlichen Flughafen der namibischen Hauptstadt. Zu Fuß ging es über das Rollfeld, ein kurzer Transfer zum Autovermieter. Nach einer Einführung mit vielen Warnhinweisen und einigen Fotos verunglückter Mietwagen machten wir uns mit unserem roten 4w-Dacia auf die ca. 30 km lange Fahrt in die Stadt und zu unserer Unterkunft, dem Hilltop Guest House. Dort konnten wir die Koffer unterstellen und es ging gleich auf Stadtvisite.

Windhoek ist eine sehr übersichtliche Stadt, man kann fußläufig oder bequem mit dem Auto die Sehenswürdigkeiten, z.B. das Independence Museum, die Christus Kirche oder dem alten Bahnhof aus Kolonialzeiten erreichen und besichtigen. Vieles erinnert an die deutsche Kolonialzeit und in den meisten Geschäften an der Independence Road wird – insbesondere von den Inhabern – perfekt Deutsch gesprochen.

Von der Kalahari zur Küste

Nach zwei Tagen Windhoek ging das Abenteuer Namibia dann richtig los. Wir fuhren mit unserem roten Dacia Duster gen Süden, die letzten 30km über staubige „gravel road“ zur Bagatelle Kalahari Game Ranch. Sie beherbergt ein gutes Restaurant, einen Pool und sehr geräumige Einzelbungalows mit schöner Terrasse inkl. Weitblick. Beim Abendessen musste man aufpassen, dass der zahme Springbock Skykey nicht das Brot vom Tisch stibitzte…Aufregend auch die abendlichen Game Drives mit tollen Tierbeobachtungen.

Zwei Tage später setzten wir unsere Fahrt in Richtung Westen über Mariental und Maltahöhe und durch den Namibia Naukluft NP nach Solitaire zur Guest Farm fort. Am Folgetag Frühmorgens ging es dann nach Sossuvlei, wo die größten und höchsten Sanddünen der Welt sind. Leider wurde die Besichtigung eingeschränkt, denn in der Region herrschte ein sehr kräftiger Sandsturm. Vielleicht ein noch intensiveres Erlebnis!

Weiter ging es durch die Namib Wüste zur Küste nach Walfis Bay und Swakopmund. In Meike’s Guesthouse fühlten wir pudelwohl und unternahmen einige Ausflüge in die Umgebung, u.a. zu einer der ältesten, lebenden Pflanze, der Welwetschia.

In den Norden zum Etosha N.P.

Das nächste Ziel hieß Erongo Wilderness Lodge. Schon die steile und über große Felsen holprige Anfahrt dorthin war ein Abenteuer. Die Lodge macht Ihrem Namen alle Ehre, liegt sie doch in mitten riesiger Felsformationen und beherbergt eine bunte Tierwelt.

Mit einem Stop in der Sophienhof Lodge ging es weiter zum Etosha Nationalpark, einer bei unserem Besuch völlig ausgetrockneten Salz“Pfanne“. Die mit weissem Sand zugestrebten Bäume und Pflanzen wirkten schon mythisch. Die Trockenheit führte dazu, dass die Tiere sich sehr gedrängt an den wenigen verbliebenen Wasserlöchern aufhielten und sehr gut zu beobachten waren.

Etosha N.P.

Wir fuhren die Strecke zwischen Okaukuejo und dem Fort Namotoni gleich mehrfach und zu unterschiedlichen Tageszeiten ab. Viele Stops zum Beobachten, Fotografieren! Übernachtet haben wir in der vor dem Park liegenden Mokuti Lodge.

Über Otjiwarango – wo wir eine auf Hochzeitsbesuch befindliche Herrerogruppe trafen – ging es schließlich wieder zurück nach Windhoek. Dort verbrachten wir noch zwei Nächte in unser herrlichen Lodge vom Anfang der Reise und erlebten auf der Dachterrasse des Hilton Hotels den Sonnenuntergang und genossen im berühmten Joe’s Beer House namibische Grillspezialitäten und lokales Hansa-Bier.

Am 12. Oktober ging es dann wieder mit Condor nonstop zurück. Wir haben wieder „günstig“ ein Upgrade in die Business Class gebucht, genossen den Flug und träumten sicherlich von der nächsten Reise nach Afrika…