Vor dem Rückflug heisst es, noch einen Tag in Kapstadt verbringen. Schon die Rückfahrt mit dem Blick auf den ständig größer und klarer werdenden Tafelberg macht Spaß. Wir steuern zunächst das Hotel am Flughafen an, wo wir für die letzte Nacht der Reise einchecken. Das Hotel Verde Cape Town Airport mit seinem geräumigem, modernem Zimmer gefällt uns sehr. Am Nachmittag geht es zu einem letzten Spaziergang noch einmal an die Waterfront bevor wir den Mietwagen, unseren Ford Tiggo arg verstaubt bei Alamo zurückgeben. Die Dame beim Rückgabe-Check staunt nicht wenig über unsere Kilometerleistung: 3428 km haben wir zurückgelegt. Wir sind happy, dass die Schrammen am vorderen Kotflügel, die wir erst am zweiten Tag entdeckten (man sollte das Auto vorm Losfahren doch gründlicher checken) bereits bei Alamo aktenkundig sind und somit keine weitere Diskussionen auslösen. Auch finden wir es prima, dass Alamo uns sogar kostenlos zum Hotel chauffiert, wo wir den Abend ruhig ausklingen lassen.
Entsprechend der Werbung von Emirates „Lassen Sie den Urlaub weitergehen…“ wollen wir uns dieses Gefühl mal seitens Lufthansa vermitteln lassen – haben wir uns doch diesmal die Verwöhnklasse spendiert. Relaxtes Einchecken des Gepäcks, angenehmes Warten in der Lounge, vorrangiges Boarding sind erste Vorboten der Annehmlichkeiten, die auf uns zukommen sollen. Die neue Allegris-Bestuhlung hat aber so ihre Für und Wider. Wir konnten bei der Buchung keine Plätze auswählen, so sitzt der eine auf 2K und der andere von uns auf 10G. Immerhin gelingt es uns den 2K auf 11F zu tauschen, so dass wir schräg hintereinander sitzen… Die exakt elf Stunden Flug mit pünktlichem Start und Landung des neuen Airbus A3500 Stadt Ludwigshafen werden allerdings bei dem nochmal gesteigertem Platz- und Liegeangebot, dem Comfort und natürlich bei der Verpflegung zum Reisegenuss und wir können den Emirates Spruch auch bei der Lufthansa voll nachvollziehen.
Mehr aus Neugier als auf den letzten Moment doch noch sparen zu wollen, testen wir unsere Entdeckung eines Uber-Transports mal am Münchner Flughafen. App gestartet, Ziel eingegeben und 4 Minuten später steht der schwarze Toyota mit FFB Kennzeichen zur Fahrt nach Unterhaching vor uns …. 42,6 km weiter, 45 Minuten später und 102€ ärmer (der Krieg mit den Münchner Taxifahrern wird sich sicherlich noch verschärfen) freuen wir uns wieder heil zuhause zu sein und die zwei Katzen – gut gepflegt während der drei Wochen – scheinen darüber auch nicht böse zu sein …
Fazit:
Südafrika Ist mit seinem Klima und seiner Landschaft mit bizarren Gebirgen, tollen Stränden und herrlichen Küstenstrassen für uns das ideale Reiseland. Darüberhinaus zeichnet es sich durch ein ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis aus. Von dem touristischen Andrang, wie wir ihn zuletzt in Europa erfahren haben, ist rein gar nichts zu spüren gewesen. Die Bed&Breakfast Gästehäuser waren nur z.T. belegt, an den touristischen Attraktionen war jeweils eine überschaubare Menge an Besuchern, in den Restaurants haben wir immer einen schönen Platz bekommen. Alles ist bestens anzusteuern, überall sind ausreichend kostenlose Parkplätze vorhanden und für ein kleines Trinkgeld wird man eingewiesen und der Wagen „bewacht“. Auf unsere Nachfrage hin, berichtete man uns, dass es in den Weihnachtsferien und zum Jahreswechsel auch schon mal anders zugehen kann. So haben wir unsere Reisezeit – also nach den südafrikanischen Weihnachtsferien – richtig gewählt. Die Übernachtungspreise und die Kosten in den Restaurants oder Kneipen sind sehr günstig. Wir haben im Schnitt 120-150€ pro Nacht und Zimmer inkl. reichhaltigem Frühstück gezahlt und dabei gezielt die jeweils am besten bewerteten Gästehäuser gewählt. Das Wetter war super – wenn gleich wir von dem Temperaturwechsel (von -5 in München auf +35 in der Kleinen Karoo) beeindruckt waren. Die trockene Luft und der stete Wind sind aber ganz anders zu ertragen als die schwüle Tropenwärme.
Wir glauben, dass wir uns über den Comfort der Unterkünfte und die Qualität des Essen bereits genug geäußert haben… vieles davon ist kaum zu toppen. Das Autofahren hat Spaß gemacht – ganz nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel. Mit einem Preis von 1€ / Liter Super ist die Tankbilanz am Ende auch kein Schock für die Reisekasse. Was die Sicherheit angeht, haben wir uns an keinem Ort und in keiner Minute bedroht gefühlt. Vielmehr hat uns die Freundlichkeit der Gastgeber, des Personals bis hin zum freundlichen Parkwächter beeindruckt. Wir würden uns freuen, wenn wir Südafrika bald wieder besuchen könnten …. dann vielleicht wieder mit mehr Schwerpunkt auf die Tierwelt, denn die ist diesmal – wenn auch beabsichtigt – doch zu kurz gekommen ….




















































































































































