Angekommen in Kapstadt

Wir verlassen Swellendam und fahren – auch auf Empfehlung von Gastgeber Pierre – auf möglichst südlicher Route in Richtung Cape Town. Es ist deutlich weniger Verkehr auf der N2, die wir dann aber verlassen, um nach Hermanus zu kommen. Wale gibt es dort zu dieser Jahreszeit zwar nicht zu beobachten, aber der hübsche Ort hat auch so eine Menge zu bieten. Nach der Mittagspause fahren wir auf der traumhaften Küstenstraße oft direkt am Meer und den goldgelben Stränden vorbei an Bettys Bay Richtung Cape Town. Immer wieder halten wir an, um die tollen Ausblicke zu genießen. Vor der Metropole am südlichen Ende Afrikas nimmt der Verkehr deutlich zu und Google Maps schickt uns kreuz und quer über die Hügel vorbei am Tafelberg nach Camps Bay, wo wir in den kommenden vier Tagen logieren werden.

Von der Unterkunft, der Ocean Lounge, sind wir begeistert. Patrizia, unsere deutsche Gastgeberin, gibt uns eine kurze Führung durch das Haus. Es gibt insgesamt fünf Gästezimmer, von denen aktuell neben unserem nur ein weiteres belegt ist – von einem etwas angehobenen, allein reisendem Afrikaner. Also haben wir Garten und Pool nahezu für uns allein und das genießen wir ausgiebig. Das Haus liegt ein paar hundert Meter oberhalb der Beachroad mit all ihrem pulsierenden Leben und den anlockenden Restaurants und Bars und wir entscheiden uns den Weg zum Strand zu Fuß zurückzulegen, was auch gut klappt.
Allerdings geht ein heftiger Wind, ja Sturm der den feinen Sand des Strandes mächtig aufwirbelt. Im Restaurant und im Licht der untergehenden Sonne lässt es sich aber prima aushalten. Taxis gibt es so gut wie nicht, gut gesättigt und leicht beduselt vom Wein haben wir wenig Lust den Weg nach oben ins Guesthouse zu Fuß zurückzulegen. Somit bleibt nur Uber. Auf Rat Patricias haben wir uns schon am Nachmittag per App registrieren lassen. Um uns herum sehen wir überall private PKWs, die Leute aus- und einladen. Alles Uber … was für ein Riesengeschäft. Also starten wir unseren ersten Versuch… den Standort findet Uber selbst, das Ziel Ocean Lounge ist ruckzuck eingegeben, dann entscheiden wir uns gegen die Comfort-, sondern für die einfache Variante (sprich Kleinwagen), der Fahrpreise für die Strecke ist 36 Rand (1,8€), der Bestellkopf gedrückt und Sekunden später meldet Uber, das uns Daniel mit seinem grauen Honda Kennzeichen CA-… in einer Minuten abholen wird. Und das stimmt. 5 Minuten später und mit 1€ Trinkgeld durch Auswahl in der App stehen wir vor der Haustür. Nach der einen Fahrt ist uns klar, dass das in Deutschland noch vorherrschen Taxi-Sytem mächtig unter Druck geraten wird. Dem Fahrer wird ebenfalls per App auf seinem Display die beste Strecke vorgegeben, Tricksereien sind damit unmöglich… und der Fahrer findet ganz easy das Ziel. Wir entscheiden uns Daniel auch noch eine gute Bewertung zu geben, was ihm neben dem Trinkgeld doch sehr erfreut…

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