Urlaub in Südafrika ist anders ….es ist vielfältig, von den Einwohnern, von der Landschaft, vom Essen, von den Geflogenheiten.
wenn man ankommt, ist es zunächst der Linksverkehr, der beim Autofahren, insbesondere aber beim Überqueren von Straßen gewöhnungsbedürftig ist. Im Auto sitzt man auf der rechten Seite, dass hilft. Nur beim Blinken geht ständig der Scheibenwischer an und wenn wir auf die nächste Kreuzung kommen, gilt immer: Linksabbiegen ist einfach, Rechtsabiegen schwierig!
An vielen Kreuzungen gilt, wer zuerst da ist, fährt auch als erster – wenn mal sich nicht einig ist und viele rechts abbiegen, kommt Spaß auf … wenn alle Ampeln rot blinken, gilt das auch. Zuhause würde man wohl ewig warten. Der Sprit ist mit genau 1€ pro Liter günstig und das Tanken wir übernommen, einer tankt, 2-3 andere putzen Auto. Klassische Navigationssystem im Auto sind passė, man koppelt das Handy, CarPlay von Apple und Google Maps machen den Rest, übertragen alles auf den Bildschirm und sprechen zu dir auch noch in Deutsch …
Der Straßenverkehr in den Städten ist anspruchsvoll, macht aber Spaß. In der Provinz ist ganz wenig Verkehr, auf unseren geliebten Schotterpisten mit ihrem Wellblechruckeln und Holpersteinen sind wir fast immer nahezu allein …
Die Trennung von Schwarz und Weiß ist allgegenwärtig. Ob Wohnviertel, Restaurant, Strand … Gemischte Pärchen sind uns kaum aufgefallen. In die Homelands kommen wir nicht, wollen wir auch nicht. Die Restaurants außerhalb Kapstadts, in die wir gehen, weil sie uns empfohlen werden, haben fast ausschließlich weiße Kientel, weißen Besitzer und eine unheimliche Menge schwarzes, fleißiges und aufmerksames Personal. Über die krassen Unterschiede der Wohnqualität brauchen wir an dieser Stelle gar nicht eingehen. Neben den Wohnviertel der schwarzen Bevölkerung wimmelt es von Müll, dazwischen weiden vereinzelt Kühe und Schafe. Auch viele soziale Wohneinheiten, in der Regel kleine Häuschen scheinen schnell zu verkommen. Bei den Wellblechhütten türmt sich der Müll auf, die meisten haben dennoch eine Satellitenschüssel auf dem Art Dach. Deprimierend die Reihen der Dixiklos an den jeweiligen Rändern der Siedlung. Von den Weißen läuft kaum einer an den Straßen lang, hier sind insbesondere zum Feierabend Heerscharen von Farbigen zu Fuß unterwegs. Diejenigen, welche Arbeit haben, benutzen auch schon mal einen der zahllosen kleinen Minibusse, die scheinbar den fehlenden, öffentlichen Transfer ersetzen oder trampen am Straßenrand mit 10 oder auch mal 15 Rand in Hand, um ihre Chancen auf eine Mitnahme zu erhöhen.
Wichtig ist, dass man sich frühzeitig mit Kleingeld ausstattet. Man brauchtet es ständig als Trinkgeld im Restaurant, für den Parkplatzeinweiser und -Wächter, beim Tanken, für die Kofferträger…wir nutzen das TauschAngebot der Chefin des Barrington Hotels uns mit 20 5-Rand Münzen und 10 10-Randscheinen auszustatten. Schlimm bei der Hilfsbereitschaft und entsprechender Erwartung einer Entlohnung ohne Tip darzustehen.

Kommen wir zum Essen, den kulinarischen Genüssen. Und da hat Südafrika mächtig was drauf und zu bieten. Das Frühstück in den Bed&Breakfast Guesthäusern ist immer wieder sensationell. Es wird meistens von den Gastgebern selbst zubereitet und mit viel Stolz und Leidenschaft serviert. Es gibt was das Herz begehrt, frische Früchte und Eierspeisen in allen Variationen stehen im Mittelpunkt. Beim Frühstück findet auch eine Menge Konversation mit den Gastgebern statt, die sich bei der Ankunft am Vortag meist auf die Gepflogenheiten des Hauses und die Empfehlung für das Abendessen konzentriert hat. Beim Frühstück werden Tagesausflüge, Sehenswürdigkeiten, Stops für Imbissstopps oder Kaffeepausen vorgeschlagen oder auch was denn die beste Route mit den meistens „scenic highlights“ zum nächsten Etappenziel ist.
Beim Abendessen fährt man mit den Tipps der Gastgeber immer am besten. Auch helfen sie bei der Reservierung oder sorgen dafür, dass man einen guten Tisch erhält. Das Preisleistungsverhältnis beim Essen (nicht nur abends) ist fantastisch. Sie liegen allerhöchstens bei 2/3 der deutschen Preise. Steaks und Fisch sind besonders günstig, aber das gleiche gilt für Vor- und Nachspeisem sowie Getränke. Inkl. 15% Trinkgeld landen wir meistens bei 1000 Rand, also 50€. Sollte man mal die Flasche Wein nicht austrinken, kann man sie mitnehmen. Die Qualität liegt u.E. oft über der deutschen. Wir lernen, dass die Steaks beim Grillen ein „Basting“ also ein regelmäßiges Einstreichen erfahren, womit – das bleibt ein Geheimnis des Koches. Auch favorisieren wir oft Kartoffelbrei und/oder knackiges Gemüse zum Fleisch. Auf den stets sehr gut vorgewärmten Tellern schmeckt uns das immer am besten. Die Flasche Wein kostet um die 400 Rand, also 20€. Wir wählen immer Wein aus lokalen Weingütern, die es ja rund um Kapstadt zu hunderten gibt und erstklassige Weine anbieten.







Kudu, Strauß, Gamsbock, Rindersteaks sowie Prawns und Kingklip stehen ganz oben auf unserer Liste….










