Das Paradies im Nirgendwo

Gibt es eine Steigerung zu „Leben wie Gott in Frankreich“? Vielleicht, und dann ist es das La Pension Guesthouse in Oudtshoorn, also eigentlich mitten im Nirgendwo der Kleinen Karoo. Was für ein warmer Empfang ! Und was für ein toller Service von Eric und seinem Team für die maximal sechs Gäste in dem tollen Haus. Eric stammt aus Malawi und kümmert sich seit einigen Jahren um das Wohlergehen seiner Gäste. Unser kleines Apartment – diese Bezeichnung trifft eher zu – besteht aus einem Aufenthaltsraum, dem großen Schlafraum mit Zugang zur riesigen Dachterrasse, inklusive Blick auf Pool und Garten und geräumigen Bad. Von der Dachterrasse sehen wir auch unsere erste Giraffe, allerdings als lebensgroßes Kunstwerk, welches den Pool ziert.

Das Besondere an diesem Bed and Breakfast Guesthouse ist, dass extra abends für die wenigen Gäste gekocht wird. Es ist keine Pflicht, dort zu essen, aber wenn man es nicht tut, verpasst man eine tolle afrikanisch geprägte Küche, die exklusiv geboten wird. In der Küche regiert von morgens bis abends eine afrikanische Lady, die ihr Handwerk vollends versteht. Noch während die Gäste die hochsommerlichen Temperaturen am Pool prima ertragen, ist das Personal vollauf beschäftigt, alles für das Abendessen auf der Terrasse am Pool vorzubereiten. StraußenCarpaccio und Kudu Steaks sind wahre Gaumenfreuden. Dazu ein herrlicher Wein aus einem der vielen Weingüter der Karoo. Eric ist stets bemüht um seine Gäste, sehr aufmerksam und auch ein wenig redselig. Und unter den Gästen gibt es auch die eine oder andere UrlaubsErfahrung, über die man sich gerne austauscht.

Das Frühstück steht der Qualität des Abendessens in keinster Weise nach. Es gibt alles, was das Herz begehrt vom frischen Obstsalat bis zum Muffin, von der Käse- und Aufschnittplatte bis zum Spiegelei over easy und mit Bacon ….

Eigentlich ist Oudtshoorn berühmt für seine Straußen Farmen. Uns zieht es aber nicht zu den Riesenvögeln, sondern in die Höhlen der Kongo Caves. Gut 25 km nördlich vom Ort sind Sie eine Sehenswürdigkeit, die man auf keinen Fall verpassen darf. In einer Gruppe von circa 20 Personen erforschen wir nur die ersten drei riesigen Höhlen. Wir sind total begeistert und verzichten gerne auf das etwas klaustrophobische Abenteuer, die danach gelegenen Höhlen auch zu erforschen. Denn dazu müsste man sich durch einen circa 30 cm hohen Spalt zwängen, hinter dem sich dann weitere große Höhlen öffnen. Die einstündige Tour beeindruckt uns schon vollkommen …

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Aber es steht noch ein weiteres Abenteuer auf dem Tagesprogramm. Fährt man die Straße weiter nach Norden, endet schnell der Asphalt und eine staubige Schotterstraße mit vielen Schlaglöchern führt über den legendären Swartberge Pass, der zum Ende des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Unser Ford wird schon ganz schön gefordert. Hat sich der Staub vom Fahren erst mal verzogen, bieten sich immer wieder fantastische Blicke weit hinab ins Tal. Auf den gut 40 km begegnen uns vielleicht zehn weitere Autos mit ähnlich wagemutigen Touristen. Eine Reifenpanne – aufgrund der zahllosen spitzen Steine, erleben wir zum Glück nicht und sind dann doch irgendwann froh, nach über 2 Stunden Geholpere auf der anderen Seite in Prinz Albert angekommen zu sein und nach kurzer Pause im großen Bogen auf asphaltierten Straßen und nicht weniger tollen Pässen wieder nach Oudtshoorn zurückfahren zu können.

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