Wir fahren von Kangaroo Island weiter in die Millionenstadt Adelaide, wo wir im Zentrum eine AirB&B Wohnung beziehen. Auch hier hat wie in Canberra eine grundlegende Planung stattgefunden. Das Stadtzentrum ist einige Quadratkilometer groß, exakt quadratisch und von üppigen Grünflachen umgeben. Nach der Bevölkerungsexplosion ist sie in den letzten Jahrzehnten zur Millionenstadt aufgestiegen und weit über die ursprünglichen Grenzen hinaus gewachsen.

Wir haben uns für Adelaide drei Sachen vorgenommen: Die Stadt besichtigen, den langgezogenen Küstenstreifen abfahren und die etwas kühleren Berge im Osten der Stadt erkunden…
Das Schachbrettmuster der Straßen, umgeben von einem breiten Grüngürtel, erleichtert die Orientierung. In der Mitte in Nord-Südrichtung verläuft die breit angelegte King-William-Street und mit ihr die letzte der einst zahlreichen Straßenbahnlinien. Allerdings kann man mit ihr (kostenlos in der Innenstadt) sogar bis an die Küste nach Glenelg fahren. In den Einkaufsstraßen schließen die Geschäfte am späten Nachmittag. Selbst beim Apple-Shop in der Rundle Street steht man um sechs Uhr vor verschlossenen Türen. Wir suchen vergeblich die Lokalitäten wo nach der Arbeit bei herrlichem Wetter noch ein Drink genommen wird. Erst nach Nachfragen finden wir zwei Viertel, in denen es ein paar Lokale und Bars gibt und die nicht so ausgestorben sind.
Die zweite Tour führt uns über ca. 40 km die Küste entlang. Vom Vorort Marion in den Norden bis Port Adelaide. Immer wieder entdecken wir herrliche Küstenabschnitte, breite Sandstrände. Besonders gut gefällt es uns Glenelg, so dass wir an einem weiteren Tag dort nochmal hinfahren und einige Stunden in einer chilligen Strandbar verbringen, im Meer baden oder im Schatten das bunte Treiben beobachten.
Im Osten der Stadt verläuft eine langgezogene Bergkette, an deren Hängen viele Häuser gebaut worden sind. Es ist nicht nur der Blick über die Stadt bis hin zum Meer, sondern auch der Wunsch, das heiße Adelaide gegen eine kühlere Umgebung zu tauschen. Wir fahren nach Hahndorf, wo die Tradition deutscher Einwanderer doch recht klischeehaft geschäftlich ausgenutzt wird. Wir genießen vom 770m hohen Mt. Lofty den Ausblick und fahren die kurvige Summitroad. Herma ist begeistert, als erste von uns zwei Koalas in freier Wildbahn zu entdecken. Später im Morialta Park werden wir bei der Wanderung zu den Wasserfällen noch einige weitere Koalas aufspüren, die recht schläfrig meist in einer Astgabel sitzend den Tag verdösen.
Viel Spaß bereiten uns die zwei Treffen mit unserem Bielefelder Freund Jürgen, der geschäftlich in Melbourne und Adelaide weilt. Es ist schon etwas Besonderes, sich mal am anderen Ende der Welt zu treffen. Beim Abendessen und dem folgenden, ein oder anderen Gin Tonic, wird dabei über alles Mögliche geplaudert, z.B. den jeweiligen Erfahrungen in Melbournes Lui-Bar usw…

Zuletzt gelingt es uns am Airport in Adelaide unseren Tiguan für weitere 10 Tage zu mieten. So geht es nicht per Flieger Richtung Hongkong, sondern 400km nach Norden ins Outback, in den Ikara-Flinders Ranges Nationalpark…















