Wir folgen der Great Ocean Road weiter nach Westen, genießen weiter die eindrucksvolle Küste und erreichen schließlich in Warrnambool das Ende der Panoramastrasse. Wir drehen eine Runde durch die Stadt. Sie ist genauso gepflegt, einladend und pittoresk wie Mount Gambier, der nächste Ort auf unserer Route, der allerdings nicht mehr in Victoria, sondern in Südaustralien liegt. Ob wohl es bereits unser vierter Trip nach Australien ist, sind wir doch das erste Mal in diesem Bundesstaat.
In Beachport sind wir wieder ganz nah am Ozean und sind beeindruckt von der tiefblauen Farben des Wassers und den weiss-gelben Stränden. Schließlich erreichen wir nach 375 km unser Etappenziel in Robe. Wir scheinen wieder einen Volltreffer mit der Auswahl der Bed & Breakfast Unterkunft erzielt zu haben: Da sind der freundliche Empfang von Carolyn und Andrew, die prompte Einladung zu frischem Kaffee und selbstgebackenen Keksen, die Lage des Hauses, der Blick auf die Bucht, auch von unserem Zimmer.



Aber das ist erst der Anfang eines herrlichen Aufenthaltes in einem reizenden Ort mit tollen Gastgebern……
Nach einem leckeren Abendessen im Restaurant Sails und einer ruhigen, aber kurzen Nacht – ab 4 Uhr früh stand Arminia gegen Bochum auf dem Programm – gibt es ein herrliches Frühstück mit frischem Fruchtsalat, Rühreiern und vielem mehr. Auf das Omelett mit Fisch haben wir verzichtet. Welch ein Fehler! Später stellt sich heraus, dass es Crayfisch ist, also Lobster. Und da hätten wir bestimmt nicht nein gesagt.
Auf das Thema Lobster sind wir gekommen, weil Andrew uns eingelädt, mit seinem Boot auf das offene Meer hinauszufahren und nachzusehen, ob sich der eine oder andere Lobster in den vom ihm ausgelegten Fangkörben „verirrt“ hat. Welch ein Angebot…. Eine halbe Stunde später geht es zu Fuss zu dem auf der anderen Straßenseite liegenden Hafen. Carolyn ist mit von der Partie. Das Boot ist schnell klar gemacht, das Wetter mit Sonne pur, tiefblauem Himmel und 23 Grad ein Traum. Kaum haben wir den Hafen verlassen, macht die Seefahrt richtig Spaß, denn – trotz ruhiger See, wie die beiden sagen – ist die Dünung der Wellen doch enorm. Es geht rauf und runter. Gut dass wir kein Problem mit der Seekrankheit haben. Nach gut einer halben Stunde erreichen wir die rot-weissen, kleinen Bojen, an denen sich die – in ca. 30m Tiefe – auf Grund liegenden Fangkörbe befinden. Andrew hat vier Körbe, die nacheinander hochgezogen werden. Die ersten drei sind leer. Im vierten dann ein Treffer, allerdings eine noch zu junge und zu kleine Lobster-Dame. Wir freuen uns, dass sie nach kurzer Begutachtung wieder in ihr Element zurück darf. Auf dem Rückweg sitzen wir hoch oben auf dem Oberdeck und genießen den Ausblick auf Meer und Hafen.


Für diese zwei Fotos muss allerdings der Rekordfang vom Vortag herhalten. Ein Lobster von 3,5 kg und einem Marktwert von bis zu 350 Aus$ oder mehr als 200€. Bei privat gefangenen Lobstern muss aber vor der Rückfahrt in den Hafen an der Unterseite ein Teil der Schale abgeschnitten werden. Passiert das nicht und kommt solch ein Lobster in den kommerziellen Handel drohen drastische Strafen! Gut so, denn andernfalls würden viele auf die Idee des Lobsterfangs kommen und sich nebenbei einige Dollars zu verdienen…Der Überfischung wären Tür und Tor geöffnet.










