Kontraste auf Phillip Island

Phillip Island, die von San Remo (😉) über eine Brücke zu erreichende Insel, liegt ca. 100km von Melbourne entfernt und bietet ein kontrastreiches Programm, so dass man sie nicht richtig in irgendeine Kategorie von Urlaubsort einordnen kann. Da sind die Urlauber, die mit Sack und Pack auf die Campingplätze nahe der Badestrände ziehen, da sind die Naturliebhaber, die durch unberührte Teile der Insel wandern, da sind die Touristen aus aller Welt, die zu Hunderten zur berühmten allabendlichen Pinguinparade gekarrt werden und da sind an diesem Wochenende die Liebhaber alter Autos, die ihre herausgeputzten Karossen durch die Straßen lenken und zur Schau stellen.

Phillip Island, Victoria


Nachdem im vorherigen Beitrag ein paar Bilder bereits einen Eindruck der australischen Art des Campings gegeben haben, nun etwas zum Thema Natur. Am südwestlichen Ende der Insel gibt es eine Halbinsel Summerlands, die zahlreiche Naturschauspiele bietet. Da sind die Rocks in der stürmischen Bass-Street, mit Seevögeln, Seelöwen, Seehunden und natürlich auch die Kleinen Pinguine, die dort nisten, brüten und ihre Jungen großziehen, wobei sie tagtäglich ins Meer zur Nahrungssuche herausschwimmen und mit dem Sonnenuntergang wieder an Land kommen, um sich mühsam den steilen und beschwerlichen Weg zu ihren Höhlen hoch zu kämpfen, zu dem noch vorbei an Hunderten von Zuschauern, die ihre wahre Freude haben, aber keine große Aufstiegshilfe bieten.
Wir fahren abends zu den Felsen, den Nobbies, genießen den Ausblick auf die tosenden Wellen, beobachten Pinguin-Junge, die hungrig auf ihre Eltern warten, Wallabies, die durch die Graslandschaft hüpfen oder uns in Augenschein nehmen.

Auch sehen wir von oberhalb des Strandes auf die Tribünen voller Menschen, die ungeduldig auf das Erscheinen der kleinen Piguine am Strand warten und sich dann am Watschelgang der kleinen Tiere erfreuen, die vielleicht unbekümmert ihres Weges ziehen, aber sicherlich erfreut sind, wenn sie ihre Höhle mit den Jungen erreicht haben.

Die Zahl der Besucher ist erschreckend, die baulichen Maßnahmen noch mehr, aber vermutlich ist es die für die Natur verträglichste Weise die Touristenströme zu koordinieren. Wir verzichten lieber auf das Naturschauspiel und genießen dennoch die vereinzelten, individuellen Begegnungen mit der australischen Tierwelt.

Wir machen Ausflüge nach Churchill Island und an den Strand von Woolamai, wo wir jeweils längere Spaziergänge, mal rund um die Insel mit dem viktorianischen Herrenhaus, mal am herrlichen breiten und kilometerlangen Sandstrand entlang unternehmen.

Am nächsten Morgen gibt es dann noch einige Oldtimer zu bestaunen, die sich zu einem Stelldichein auf der Insel verabredet haben. Die Hauptstrasse von Cowes bietet ihnen einen guten Rahmen zur Präsentation. Die ganze Strasse ist mit Oldtimern exklusiv zugeparkt, so dass man sich ein wenig in die Zeit versetzt fühlt, zu der diese Auto und Strassenkreuzer noch das Straßenbild beherrschten

Ein Gedanke zu „Kontraste auf Phillip Island

  1. Wunderschöne Fotos und. Berichte, ich kann sie aus dem Sessel verfolgen und genießen, Dagmar hat es mir auf meinem iPad eingerichtet. Danke. Weiter so und liebe Grüße Karla

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