Wie konträr doch die Welt sein kann….Da fliegt man zwei Stunden von Thailand nach Singapur und kommt von einer Welt in die andere.
Siam: Laut, quirlig, schmuddelig, manchmal stinkend, unsere Asien-Klischees bedienend …. und auf einmal pingelig sauber und reguliert, den Wohlstand zeigend der Stadtstaat Singapur!
Pedantische Immigration, geordnete Schlange am Taxistand, meist fließender Autoverkehr und ein grünes Meer an Bäumen und Büschen entlang der breiten Straßen, für die Schlaglöcher undenkbar sind. Für Fehlverhalten gibt es Strafkataloge… die fangen bereits auf der Rückbank des Taxis an und werden – ungewöhnlich für uns – positiv ausgedrückt…. z.B. wird man für den Fall, dass man den Taxifahrer nicht bezahlt mit einer Strafe von sicher unter 1000 S$ belegt, die erst im Wiederholungsfall auf – dann aber – maximal 2000 S$ ansteigen kann. Sollte man sich das Fehlverhalten allerdings ein drittes Mal erlauben, ist eine Gefängnisstrafe nicht komplett ausgeschlossen!
Erfreulich und überraschend ist, dass Trinkgelder völlig ungebräuchlich sind, im Bereich des Flughafens sogar angeblich verboten. Tatsächlich verfügt der Taxifahrer über eine bestens ausgestattete Wechselkasse und das Phenomän bestätigen uns auch zwei Singapurlesen (?) am Nachbartisch beim Abendessen. Will man dem Kellner seines Lieblingslokals mal seine Anerkennung zum Ausdruck bringen, schenkt man ihm eine Kleinigkeit wie Schokolade oder Ähnliches. Wenn wir wieder in Deutschland sind, nehme ich zum Test mal einen Riegel Duplo oder gar eine Stange Storcks Riesen mit. Mal sehen, was passiert…
